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Samariterverein Zumikon und Umgebung

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Geschichte Samariterverein Zumikon und Umgebung Im Kriegsjahr 1941 regt der damalige Gemeindepräsident, Herr Knecht in Anbetracht der bedrohlichen politischen Situation an, einen Samariterkurs durchzuführen. Dies um die sachgemässe Ausbildung der Ortswehr-Sanität zu ermöglichen und zugleich einen weiteren Kreis aus der Bevölkerung für das Samariterwesen in der Gemeinde zu gewinnen. Zumikon zählte damals 819 Einwohner. Am 9. September konnte dieser Kurs mit 21 Frauen und 11 Männern beginnen. Dieser wurde von Hilfslehrern – so hiessen die Samariterlehrer damals – von Samariterverein Neumünster Zürich geleitet. Am letzten Kursabend wurde von den Teilnehmern die Gründung eines Zumiker Samaritervereins beschlossen. 19 Personen haben sich als Aktivmitglieder eingeschrieben und auch Vorstandsmitglieder wurden bestimmt. Die Gründungsversammlung fand am Samstagabend des 10. Januars 1942 im ‚Kafi Wähenstübli‘ in Gössikon statt. Der Artikel 1 der Statuten beschreibt den Zweck wie folgt: Der Samariterverein Zumikon und Umgebung bezweckt die theoretische und praktische Ausbildung von Samaritern, die freiwillige Hilfeleistungen bei Unglücksfällen, die Verbreitung und Förderung des Samariterwesens, der häuslichen Krankenpflege, der allgemeinen Gesundheitspflege und die Unterstützung der Bestrebungen des Roten Kreuzes zur Friedens- und Kriegszeit. Der damalige Gemeindeschreiber, Robert Rüegg, wurde zum Präsidenten und der Gemeindepräsident, Ernst Otto Knecht, zum Vize-Präsidenten gewählt. Die Mitgliederbeiträge wurden bei 4 Fr. für Aktive und 3 Fr. für Passive festgesetzt. Folgender Wunsch begleitete den neu gegründeten Verein in seine Zukunft: Möge dem jungen Verein von der Behörde und von der Bevölkerung von Zumikon soviel Verständnis und Unterstützung entgegengebracht werden, dass sich die Institution zum grössten Nutzen der Gemeinde entwickeln kann. Ende Januar erfolgte der Beitritt in den Schweizerischen Samariterbund und bald darauf auch die Aufnahme in den Kantonalverband und der Eintritt in den Zweigverein des Schweizerischen Roten Kreuzes. Dadurch waren die Samariter den Grundsätzen des Roten Kreuzes verpflichtet, welche in etwa dem folgenden Leitspruch entsprachen:   Sei er arm oder reich, sei er bekannt oder unbekannt, sei er gut oder schlecht, sei er Freund oder Feind, sei auch von ihm Undank zu erwarten, dem Verwundeten und Kranken müssen wir helfen.   Während der Wintermonate wurden Kurse angeboten – im Sommerhalbjahr fanden die Übungen statt. Diese wurden noch immer von den Hilfslehrern aus Zürich geleitet. Der anfängliche Elan der Mitglieder schien mit dem Ende des Krieges erlahmt zu sein. Man sprach von Auflösung des Vereins – wenigstens für eine Zeit. Die Jahresversammlung 1950 besuchten nur gerade 7 Aktiv- und 4 Passivmitglieder. Nach dem Samariterkurs 1951 ging es aber langsam wieder obsi mit dem Mitgliederbestand, denn alle Teilnehmer des Kurses traten dem Verein bei. Ob der Stoff auf derart überzeugende Weise vermittelt wurde, oder ob das, an die Schlussprüfung anschliessende Unterhaltungsprogramm mit einem lustigen Theaterstücklein, Zaubertricks und Tanz bis zum Morgengrauen Motivation war, sei dahingestellt. Auch eigene Samariterlehrer vermitteln seit dieser Zeit das Samariterwissen. Im November 1965 wird erstmals ein Nothelferkurs an fünf Abenden angeboten. Die Jubiläumsfeier 25 Jahre Samariterverein Zumikon und Umgebung fand im Anschluss an die Nothelferkurs-Schlussprüfung mit gemütlichem Beisammensein und Unterhaltung mit der ‚Kapelle Vontobel‘ statt. Am 24. August 1968 konnte das Feuerwehrgebäude am Mettelacher in Betrieb genommen werden. Auch bei den Samaritern war die Freude darüber gross: Jetzt steht uns für Übungen und Kurse ein recht schönes Zimmer mit Tisch und Stühlen zur Verfügung, potztuusig! Ebener Erde haben wir noch ein Magazin, wo wir unser Material und Wolldecken aus dem feuchten Schulhauskeller ins Trockene bringen können – wird im Protokollbuch berichtet. In der unterirdischen Sanitätshilfsstelle fand dann bereits im September die erste Zumiker Blutspendeaktion statt. 1980 beschloss man einen Wohnwagen anzuschaffen und diesen als mobilen Sanitätsposten einzurichten, damit man bei Postendiensten besser ausgerüstet sei. Er leistet noch heute gute Dienste. Ende 1982 wurde das Gemeinschaftszentrum auf dem Dorfplatz eingeweiht. Seither können die Monatsübungen im grossen Saal durchgeführt werden. Auch das Material lagert in einem dortigen Kellerraum. 1992 konnte der Samariterverein sein 50-jähriges Bestehen feiern. Delegationen von Behörden und Vereinen sowie Ehepartner der Mitglieder ergaben zusammen mit den Mitgliedern eine stattliche Festgemeinde. Der damalige, allseits geschätzte Gemeindepräsident, Felix Müller war in seiner Ansprache der Meinung der Samariterverein werde Je länger – je dynamischer und hoffte, auch weiterhin auf die guten Dienste der Samariter zählen zu dürfen, denn man wisse ja, kein Fest in Zumikon ohne Samariter! Obschon sich die Zumiker Bevölkerung in den Jahren seit der Gründung versechsfacht hat, finden sich in der heutigen Zeit kaum neue Mitglieder. Dennoch geben wir nicht auf, erfüllen weiterhin unseren Auftrag für den Mitmenschen, denn der Wunsch, welcher 1942 dem neu gegründeten Verein mitgegeben wurde, nämlich: Möge dem jungen Verein von den Behörden und von der Bevölkerung Verständnis und Unterstützung entgegengebracht werden – ist wahr geworden.